Strategieentwicklung, die wirkt.

Mein Praktikum in der Unternehmensberatung in Vorarlberg: Halbzeit!

Mein Praktikum in der Unternehmensberatung in Vorarlberg: Halbzeit!

Hey, ich bin Emilia! Ich studiere Wirtschaftspsychologie und hatte schon länger das Gefühl, dass Theorie schön und gut ist, aber wie das Ganze wirklich in der Praxis aussieht, ist oft nochmal eine komplett andere Welt. Deshalb wollte ich unbedingt ein Praktikum in einer Unternehmensberatung machen und somit bin ich bei veicus gelandet. 
Portrait von Emilia Bahl
Emilia Bahl

Halbzeit im Praktikum in der Unternehmensberatung – also auch Zeit für ehrliches Feedback

Ich dachte ehrlich gesagt, Unternehmensberatung besteht hauptsächlich aus genau zwei Dingen 1. viel reden und 2. viele Empfehlungen geben. Also so nach dem Motto: Man analysiert irgendwas, baut daraus ein Konzept, präsentiert das Ganze schön aufbereitet und dann liegt es wieder beim Unternehmen, ob und wie es das alles umsetzt. Ohne wirklich dabei zu sein. Ohne zu sehen, ob es funktioniert hat. Ohne zu wissen, ob es überhaupt etwas gebracht hat. Die Vorstellung für mich war immer ein bisschen wie: „Theorie rein, Praxis viel Glück“.

Gottseidank vom Gegenteil überzeugt

Zumindest bei uns bei veicus schaut dieses Bild deutlich anders aus. Hier geht es nicht darum, einmal kurz reinzugehen, Theorie und Konzepte abzugeben, (welche sowieso ganz bestimmt Fragezeichen hinterlassen) und wieder verschwinden. Es geht darum, von Anfang bis Ende dabei zu sein. Also Hands-on. Es wird gemeinsam gearbeitet, regelmäßig Rücksprache gehalten, Dinge werden angepasst, weitergedacht und hinterfragt. Und man ist nicht einfach nur ein „externer Input“, sondern wirklich Teil des Prozesses. Und das ist genau das, was ich an dem Ganzen besonders spannend finde. Man sieht auch, was aus den Dingen wird. Was wirklich etwas gebracht hat. Und dass viele Kund:innen schon lange mit uns zusammenarbeiten, zeigt ja auch irgendwo, dass das Ganze nicht nur auf dem Papier funktioniert.

Was eine Unternehmensberatung in Vorarlberg anders macht

Ich glaube, ein großer Unterschied liegt auch darin, WO man das Ganze macht. Hier in Vorarlberg, rund um Feldkirch, arbeitet man vor allem mit KMU – oft sogar in Familienbetrieben – und das merkt man sofort. Da steckt extrem viel Herzblut drin, die Leute hängen sehr an ihrem Unternehmen. Entscheidungen sind somit noch persönlicher und Themen gehen oft viel tiefer als „wirtschaftlich sinnvoll oder nicht“. Das macht die Zusammenarbeit intensiver, aber auch noch ehrlicher.

Und was ich persönlich extrem feiere ist, dass man Einblicke in die unterschiedlichsten Branchen bekommt. Es reicht von Karton über Leder bis hin zu Schnee, von Powerfrauen bis zu echten Sportskanonen und genauso von großen Visionen bis zu ganz alltäglichen Herausforderungen.

Von außen sieht man Unternehmen oft nur als „Firma XY“. In der Praxis merkt man dann erst, wie unterschiedlich sie ticken und wie viele Themen eigentlich im Hintergrund laufen.

Was mich im Praktikum am meisten überrascht hat

In einem Satz? Wie abwechslungsreich der Alltag in einer Unternehmensberatung ist. Ich hätte am Anfang gedacht, man sitzt viel im Hintergrund und arbeitet die Dinge zu. Aber ich war ab der ersten Woche bei Kundengesprächen dabei, durfte Einblicke bekommen und sehen, wie diese Zusammenarbeit wirklich abläuft. Und genau das hat für mich viel verändert.

Weil man plötzlich merkt, dass es nicht nur um Inhalte geht, sondern extrem viel um Kommunikation – letztendlich um den Menschen.

  • Wie spricht man Dinge an?
  • Wie stellt man Fragen?
  • Wie bringt man Struktur rein, ohne jemanden zu überfordern?

Das sind Dinge, die man in keinem Skript so wirklich lernt.

Ein paar Einblicke von mir

Was Unternehmensberatung wirklich bringt (meiner Meinung nach 😉

Ich glaube, viele erwarten von einer Unternehmensberatung DIE eine perfekte Lösung. Aber oft ist der größte Mehrwert ein anderer. Und zwar ein Blick von außen. Jemand, der nicht mitten im Tagesgeschäft steckt. Jemand, der zuhört, sortiert und Dinge greifbar macht. Gerade bei kleineren Unternehmen gehen viele wichtige Themen im Alltag einfach unter. Nicht, weil sie unwichtig sind, sondern weil es schlicht wenig bis keine Ressourcen dafür gibt. Und meiner Meinung nach kann genau da eine externe Perspektive unglaublich viel bringen. Nicht erst, wenn der Hut schon brennt. Sondern idealerweise vorher, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Lohnt sich das für kleine Firmen?

Ich würde sagen: gerade dort. Weil kleinere Unternehmen oft alles gleichzeitig stemmen müssen. Operatives Geschäft, Mitarbeiter:innen, Entscheidungen, Weiterentwicklung und irgendwo dazwischen noch strategisch denken. Das ist extrem viel und quasi unmöglich, ohne dass etwas darunter leidet oder vernachlässigt wird. Und genau deshalb ist es in meinen Augen kein Zeichen von Schwäche, sich Unterstützung zu holen, sondern eher das Gegenteil. Klarzustellen ist, dass natürlich nicht jedes Unternehmen ständig Beratung braucht. Aber ich glaube, jedes Unternehmen hätte eigentlich in gewissen Bereichen einen echten Mehrwert davon.

Was ich bisher daraus gelernt habe

Ziemlich viel, aber vor allem eines: Unternehmen sind nicht perfekt (im Sinne des Lehrbuchs ;). Zumindest gut wie keines. Und das ist auch okay. Was ich aber auch gelernt habe ist, dass es in vielen Fällen nicht an fehlenden Ideen scheitert, sondern an fehlender Klarheit und vor allem an der Kommunikation.

  • Wie Dinge angesprochen werden.
  • Wie Probleme formuliert werden.
  • Wie Entscheidungen getroffen werden.

Ich habe das Gefühl, dass genau hier oft das meiste verloren geht. Und genau hier kann Beratung auch ansetzen.

Mein Zwischenfazit vom Praktikum in Feldkirch

Unternehmensberatung bei veicus ist für mich viel weniger „Beratung von außen“, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist eher ein gemeinsames Arbeiten auf Augenhöhe. Mit viel Zuhören, viel Abstimmen und oft auch viel Feingefühl. Weniger Buzzwords. Mehr Real Life. 

Und wenn ich eins aus der ersten Hälfte mitnehme, dann das: Man braucht nicht immer sofort die perfekte Lösung, aber man braucht oft jemanden, der hilft, den richtigen Weg überhaupt erst sichtbar zu machen. Meine Halbzeit ist leider schon geschafft. Und ich bin gespannt, was die zweite Hälfte noch so bringt!